Grundlage für dieses Szenario war ein neuer Evakuierungsplan für das Seniorenwohnhaus, der von dem hauptberuflichen Rettungssanitäter Rasim Kessler und seinem ehrenamtlichen Kollegen Daniel Wolkerstorfer im Rahmen ihrer Zugskommandantenausbildung erarbeitet worden war. Doch erstmals wurde so eine theoretische Arbeit sofort in die Praxis umgesetzt.
Geübt wurde die komplette Evakuierung der Station für beatmungspflichtige Bewohner, die zu Beginn des Jahres 2009 eröffnet wird. Zu diesem Zweck kamen spezielle Matratzen mit integrierten Tragesystemen zum Einsatz. Während ein Zug der Berufsfeuerwehr Linz die Lösch- und Bergearbeiten einleitete, waren schon sechs Einsatzfahrzeuge vom Roten Kreuz und ein Wagen des Samariterbundes vor Ort. Zusammen mit vier Notärzten bereiteten sie die weitere Versorgung und den Abtransport der bettlägerigen Bewohner vor. Für die 20 Rettungs- und Notfallsanitäter galt es, so schnell und sicher wie möglich acht Patienten aus ihren Zimmern zu bergen und vom vierten Stock in Sicherheit zu bringen.
Zusätzlich zu den Einsatzkräften waren auch noch etliche Übungsbeobachter anwesend, um für die nachfolgende Abschlussbesprechung die wichtigsten Erkenntnisse zusammenzufassen. Der Leiter des Notarztteams der Barmherzigen Schwestern Linz, Oberarzt Dr. Thomas Meindl gratulierte der Verantwortlichen der Caritas zu ihrem „Mut zur Übung“ Denn nur so könne aus Fehlern und Problemen gelernt werden, um zur Eröffnung der neuen Abteilung bestens vorbereitet zu sein.
Link : Caritas Seniorenwohnhaus Karl Borromäus
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