Zu diesem Zweck erhielten die Teilnehmer, 16 Praktikanten und 12 Praxisanleiter, an beiden Seminartagen vormittags theoretischen Unterricht. Ein Lehrsanitäter frischte das Wissen über die Themenbereiche Traumadrillinge, Bergetechniken, Sanitätshilfsstelle (SanHiSt), Reanimation, Schwangerschaft und Geburt auf, wobei er von einer Hebamme unterstützt wurde. Einige Maßnahmen wurden im Stationsbetrieb geübt, wobei die Praxisanleiter den Praktikanten gezielt Feedback gaben.
Am ersten Nachmittag wurde mit Hilfe von 15 Statisten ein Verkehrsunfall mit sechs PKW nachgestellt. Die acht Rettungsteams wurden mit den unterschiedlichsten Verletzungsmustern, von leichten Schürfwunden bis zu Polytraumata, konfrontiert. Das Aufbauen einer SanHiSt und die Zusammenarbeit mit den Freiwilligen Feuerwehren Aspach und St.Veit, die die Bergung aus den Fahrzeugen übernahmen, standen bei dieser Übung im Vordergrund. Unterstützt wurden die Sanitäter von einem Notarzt-Team und einem praktischen Arzt. Die Einsatzleitung bei diesem Szenario wurde ebenfalls von einer Praktikantin übernommen, der im Laufe der Übung der nachrückende Offizier vom Dienst helfend zur Seite stand. Es dauerte keine zwei Stunden, bis alle „Patienten“ versorgt und abtransportiert waren.
Bereits am Sonntag Nachmittag standen die Mannschaften vor der nächsten Herausforderung. Die hauseigene Disco des Hotels Danzer, das „El Cortez“, stand in Flammen. Beim Eintreffen des ersten Rettungswagens waren Schreie zu hören. Zwei Discobesucher konnten sich selbst noch retten. Sie berichteten von vielen weiteren Besuchern, die den Weg durch den dichten Rauch nicht wagten und im inneren des Gebäudes eingeschlossen waren.
Während auf das Eintreffen der Feuerwehr gewartet wurde, begannen die Sanitäter mit dem Aufbau einer Patientenablage und Triagestelle. Parallel zu den Löscharbeiten begann die Bergung der Verletzten unter Zuhilfenahme von schwerem Atemschutz. In der Behandlungsstelle wurden Brandwunden und Rauchgasvergiftungen versorgt, eine schwangere Frau sofort ins Krankenhaus transportiert. Doch noch vor der Abfahrt setzten die Wehen ein. Ohne ärztliche Hilfe entbanden die Praktikanten unter Anleitung ihrer Praxisanleiterin ein Mädchen. Wie auch am Vortag bewältigten die Mannschaften der acht SEW die Situation schnell und gekonnt. Innerhalb einer Stunde waren alle „Patienten“ versorgt und abtransportiert.
>> Artikel und Fotos bei linz.o.roteskreuz.at
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