Dienstag, Oktober 02, 2007

2007-10-02> Einsatzübung Flughafen Linz/Hörsching

Dienstag Nachmittag, 17.00. die C-130K "Hercules" befindet sich im Landeanflug auf den Militärflughafen Linz Hörsching. An Bord befinden sich 24 Rekruten des Österreichischen Bundesheeres. Zeitgleich rollt eine MD83 Passagiermaschine Richtung Startbahn. Es kommt zum Unausweichlichen, die beiden Flugzeuge kollidieren.

Alle fünf Jahre wird eine Übung wie diese veranstaltet, um den Ernstfall zu Proben. Die Koordination und Zusammenarbeit zwischen den Einsatzkräften Rotes Kreuz, Feuerwehr, Polizei, Bundesheer, der Flughafenleitung und den Behörden muss überprüft und geübt werden.
Nicht weniger als 48 Passagiere, davon 15 Leicht- und acht Schwerverletzte, galt es zu versorgen.
Dazu wurde der sonst unüberschaubare Schadensplatz in zwei Einsatzabschnitte aufgeteilt und auch die Sanitätshilfsstelle wurde geteilt. Einerseits wurden die Schwer- und Schwerstverletzten, die dringend einer Behandlung bedurften, im Feuerwehrdepot der Betriebsfeuerwehr Flughafen versorgt. Währenddessen wurden die Leicht- und Unverletzten in der SanAnstalt der Kasernen Hörsching versorgt und vom Kriseninterventionsteam betreut. Zusätzlich befand sich im KUSZ-Hörsching (Kulturzentrum) eine Betreuungsstelle für Angehörige der Unfallopfer.
Während die Übung am Flugfeld lief. wurde auch noch ein Statist in den Bereich der Sicherheitsschleuse gebracht, der dort nahezu real einen Epileptischen Anfall vorspielte. Doch das Sicherheistpersonal des Flughafen Linz reagierte sofort und innerhalb kurzer Zeit konnte auch dieser „Patient“ ärztlich versorgt werden.
Auch ein realer Notfall ereignete sich während der Übung in einer bereits auf den Abflug wartenden Maschine. Dafür wurden natürlich sofort die notwendigen Kapazitäten von der Übung abgezogen.

Die gesamt Übung lief unter extremem Zeitdruck, da das Rollfeld nach 50 Minuten wieder für den normalen Flugverkehr freigegeben werden musste. So hatten die 75 Sanitäter und sechs Notärzte, die seitens des Roten Kreuzes an der Übung teilnahmen, alle Hände voll zu tun, um sich optimal um ihre Patienten kümmern zu können.
Am Ende der Übung folgte die Einladung in den Hangar, wo das Bundesheer und die Feuerwehr für das leibliche Wohl sorgten und die Übung im kleinen Rahmen nachbesprochen werden konnte.

Fotocredit: ÖRK/A. Kepplinger
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