Eigentlich gabs ja nix was mich dazu bewegen könnte wirklich wegzufliegen. Die Spuren vom Vorabend waren einfach noch zu präsent, mein Magen noch nicht ganz flugfähig.
Wiederwillig konnte ich mich am Nachmittag doch dazu aufraffen zu packen, alles in einen Rucksack, um ihn als Handgepäck mitnehmen und Zeit sparen zu können. Gottseidank gibt es sogar am Blue Danube Airport Linz
für div. Fluglinien eine Art Gitter-Box in die man sein Handgepäck reinstellen kann um zu Überprüfen ob es nicht zu groß ist. Und diese Maße sind äußerst großzügig gehalten, denn mein Rucksack ist merklich größer als die in der selbstausgedruckten Ryanair-Buchungsbestätigung
angegebenen 50x40x20 cm, und um die max 10kg schert sich auch niemand. Nur auf "Waffen" im Gepäck muss ich achten, also 3 Tage ohne Messer, Schere oder Nagelzwicker auskommen wird jeder überleben.Start 16:50(GMT+1) - Landung 17:50 (GMT) - Fliegen ist langweilig
Im Flugzeug hab ich trotz spätem Boarding (ich hatte einfach keine lust mich wie alle andren schon 20min vorher anzustellen und bin erst als es wirklich losging mal gemütlich aufgestanden und hab mich hinten angestellt) noch einen guten Platz bekommen, sogar mit mehr Beinfreiheit als normal.
Zu meiner Überraschung stieg dann auch noch Markus Rogan ins Flugzeug, aber was solls...
Auch das Stewardessen-Sicherheits-Balett hab ich ohne eine Miene zu verziehn überstanden, auch wenn es mir wirklich schwer fiel nicht zu lachen. Da ich ja nicht auf Gepäck warten musste schaffte ich es bis 18.00 durch die Passkontrolle und aus dem Flughafen Stansted
um mir den Bus nach London zu suchen.London Transport - chaotic as ever
Hab mir vorher schon im Internet die verschiedenen Varianten rausgesucht um am billigsten und schnellsten in die Stadt zu kommen. Der Stansted Express (Zug) war mir zu teuer, der Bus von Terravision
kam mir mit nur £12,50/17,50€ am billigsten vor, und aussteigen kann ich genauso in der Nähe der Liverpool Street Station. Im Nachhinein stellte sich heraus das es besser gewesen wäre mit der Bus von National Express zu fahren. Der ist zwar ein bisschen teurer, nur damit hätte ich direkt zur Paddington-Station fahren können, was mir am An- und Abreisetage je £2 für Einzelfahrten mit der U-Bahn erspart hätte. Und auch wenn mein Bus schneller war (55min gegenüber 1:35h) und ich mit meiner Lösung um £0,5 billiger kommen bin hats länger gedauert um in meinem "Hotel" zu landen, da die Circle line, Hammersmith&City sowie Metropolitan im Bereich Liverpool Street Station nicht fuhren und ich erst umständlich über Northern und Bakerloo line ausweichen musste.welcome wake up! london
Aber das "Hotel" war dann schnell gefunden. Nur das es sich dabei um eine, mhh, sagen wir
Jugendherberge, handelte, die versucht durch modernes Auftreten etwas besseres zu sein als sie ist. Nämlich eine schäbige, aber billige Absteige. In einem schönen alten Bau, das Ident wie alle andren in Baywater aussieht, befinden sich die schiefsten Böden, Wände und Decken, die ich je gesehn habe, ein rechter Winkel war dort nirgends zu finden. Mein Bett in einem 5 Bed Male Dorm war schnell bezogen. Ein wackeliges Stockbett, ich hatte leider den oberen Platz, in dem ich mit meinen 190cm fast keinen Platz fand, das bei jeder Bewegung bedenklich schwanke und einen jede Feder der alten Matratze einzeln spüren lies. Aber es war ein Schlafplatz, und für Londonder Verhältniss äußerst günstig, 21€ die Nacht, ein echtes Schnäppchen. Von meinen 4 Mitbewohnern war keiner anwesend, aber der Geruch des kleinen Zimmers hatte ihre längere Anwesenheit verraten. Also machte ich mich auf die Suche nach Michis und Ipsis Zimmer, die ja schon seit Donnerstag hier waren. Ein paar Bier (Guinnes, Budweiser) später begab ich mich wieder in mein Zimmer, in dem die andren Mitbewohner bereits schliefen. Bis zu meiner Abreise hab ich kein Wort mit ihnen geredet, einige von ihnen nicht mal zu Gesicht bekommen.
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